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#kk18: Zwei Tage Mut in Berlin

01. October 2018

„Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben“, sagte einst der deutsche Dramatiker und Lyriker Friedrich Hebbel. Diese Aussage scheint heute – in Zeiten von Filterblasen und Fake News – aktueller denn je zu sein.

Doch was ist Mut genau? Wieviel Haltung und Mut hält PR aus? Wieviel Mut zum Risiko braucht es in der PR? Diese und weitere Fragen stellten sich über 1.000 Teilnehmer auf dem Kommunikationskongress 2018 in Berlin. Mit dabei war unser PR-Berater David Lovrić.

Es ist sicherlich mutig, sich aus einer Höhe von 150 Metern an einem Bungeeseil in die Tiefe zu stürzen. Mindestens genauso viel Mut erfordert es, Gewohntes auf den Kopf zu stellen, Veränderungen anzutreiben, Risiken einzugehen und sich selbst und seine Rolle im Kreis von Familie, Freunden und Kollegen immer wieder kritisch zu hinterfragen. Dies war nicht nur der Tenor der verschiedenen Panels, sondern auch der Gespräche in den Pausen des Kommunikationskongresses, die zum „mutigen“ Netzwerken genutzt wurden.

In spannenden und inspirierenden Keynotes, Vorträgen, Streitgesprächen und Workshops sprachen unter anderem Bundesministerin Franziska Giffey sowie die Journalistin und TV-Moderatorin Dunja Hayali über ihre Mut-Momente. Die Bundesministerin umschrieb es mit folgendem drastischen Beispiel: „Was sehen Sie morgens zuerst? Ihren Partner oder Ihr Smartphone? Klinken Sie sich einfach mal aus. Raus aus der Blase. Das ist wirklich mutig.“ Der aufbrandende Applaus, der folgte ließ darauf schließen, dass sich mehr als nur ein Zuhörer mit Giffeys Statement identifizieren konnte.

„Kümmern Sie sich um ihre Mitarbeiter, die im Netz mit Hasskommentaren zu tun haben. Schaffen sie Ressourcen und unterstützen sie aktive Schreiber, denn es geht um digitale Hygiene“, appellierte Hayali an das Auditorium im Hinblick auf den Umgang mit dem Phänomen „Hate Speech“.

Hervorstechende Merkmale mutiger Kommunikation sind es, den Blick über den Tellerrand zu wagen, über den eigenen Schatten zu springen und auch ab und zu das Risiko nicht zu scheuen. Darüber waren sich alle Teilnehmer einig.

Seid mutig, denn Haltung wird aus Mut gemacht.

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