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Algorithmen zu verstehen ist heute eine Führungsaufgabe

19. September 2017

"Alles, was fliegt, ist Software mit Metall drum rum", sagte Ursula von der Leyen bei der Fachkonferenz "Digitale Transformation - gibt es einen eigenen Weg für Deutschland?" heute im Audimax der TU München auf Einladung u.a. unseres Kunden, des MÜNCHNER KREIS. Soft- und nicht Hardware enscheidet Schlachten. Im Kampf gegen Cyber-Angriffe setzt die Verteidigungsministerin daher auf massive Investitionen in Cyber-Abwehr. 70 Millionen Startkapital und 12 Millionen Euro jährlich investiert Deutschland beispielsweise in den Aufbau eines Cyberclusters an der Bundeswehrhochschule München, die auch einen neuen Masterstudiengang zur Cyber-Sicherheit beheimatet. 4.500 Angriffen auf deutsche Netze täglich steht mittlerweile bereits eine 13.500 Mann starke Cyber-Truppe gegenüber - der Kampf um die Informationshoheit läuft insbesondere in der politischen Propaganda auf vollen Touren. Digitale Unterstützung beim Thema Sicherheit erhofft sich von der Leyen auch durch einen Cyber-Innovationshub, der gezielt auf das technische Know how von agilen Start ups setzt. Aber auch wenn "Algorithmen verstehen" bei der Bundeswehr heute als integraler Bestandteil der Führungsausbildung betrachtet wird und militärische Einsätze bereits in Echtzeit aus dem Headquarter heraus mitverfolgt werden - die Ministerin warnt vor den Risiken einer digitalen Übersteuerung bei militärischen Einsätzen und will dezentrale Entscheidungsstrukturen vor Ort erhalten, auch um keinen Cyber-Manipulationen auf den Leim zu gehen.

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