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Verfahren in Sachen "Monsanto-Listen" eingestellt

29. July 2019

Die Ethikwächter des DRPR sehen "keinerlei Fehlverhalten" im Hinblick auf die gültigen Kodizes oder Richtlinien der Branche, schreibt u.a. der PR-Report.

Wer aktuell nach Monsanto googelt, dem wird der „Skandal“ um die „Monsanto-Listen“ gleich als drittes assoziiertes Thema angeboten und nach dem Klicken ist klar, warum: von Tagesschau über Süddeutsche Zeitung, Zeit, Spiegel und Handelsblatt, die Vorwürfe gegenüber Monsanto bzw. die PR Agentur Fleishman-Hillard bestimmen die Debatte und haben für ordentliche Zugriffszahlen bei den Medien gesorgt. Die eher moderaten Stimmen in den Kommunikations-Fachblättern Horizont, PR-Journal, Pressesprecher oder auf drpr-online.de tauchen erst auf der undankbaren zweiten Google Seite auf. Dabei hat die Prüfung des Rates einen Freispruch ersten Ranges ergeben: der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) kommt zu dem Schluss, „dass es sich entgegen dem häufig in der medialen Diskussion aufgetauchten Wort „Kritiker-Listen“ im Wesentlichen um Unterstützer-Listen handelt. In rund zwei Dritteln aller Fälle werde dokumentiert, wer dem Thema Glyphosat im medialen wie politischen Raum eher positiv gegenüberstehe. Soweit der DRPR dies beurteilen kann, stammen sämtliche Angaben in allen Listen aus öffentlichen und frei zugänglichen Quellen. Auch die Kommentarspalten, die besonders sorgfältig begutachtet wurden, bergen in den vorgelegten Listen keinerlei diskriminierende Äußerungen, die in irgendeiner Weise dazu geeignet sein könnten, eine Person unter Druck zu setzen.“

Es bleibt zu hoffen, dass die Artikel mit der „Entwarnung“ mittelfristig mindestens die gleiche öffentliche Beachtung finden, wie die Empörungs-Überschriften. Dies ist unser Beitrag dazu.

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